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Euro 2012 - Die EM als Erlebnis für die ganze Familie

Die EM als Erlebnis für die ganze Familie.
Die Europameisterschaft steht an – und damit viele vergnügliche Stunden für Tanten und Onkel, Nichten und Neffen.
Ab dem 08.06.12 ist es endlich wieder soweit: König Fußball regiert! Diesmal in Gestalt der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine! Und wenn sich eines bei den letzten Großveranstaltungen dieser Art gezeigt hat, dann das der Wille nach gemeinsamen Erleben so groß wie noch nie zuvor ist!
Die erste von mir als Kind bewusst wahrgenommene Veranstaltung war eine Weltmeisterschaft, 1982 in Spanien. Man freute sich zu Hause im Kreise der Familie und/oder mit Freunden, tat sich schwer mit dem Mitsingen der Nationalhymne und so richtig stolz durfte man auch noch nicht sein. Und eigentlich blieb sie mir auch nur in Erinnerung, weil wir kurz danach Urlaub in Spanien machten und die 25-Peseten-Münze eine entsprechende Gravur mit dem Logo der WM hatte.
Was haben sich die Zeiten jedoch in den letzten 30Jahren geändert!
Mit der Ausrichtung der WM 2006 gelang es den Deutschen offensichtlich, den Jahrzehnte haftenden Makel des verlorenen Krieges und den Titel des meistgehassten Volkes auf dieser Welt endlich abzulegen und sich so zu präsentieren, wie man es sich all die Jahre immer gewünscht hat: Die Welt zu Gast bei Freunden! Und das war es auch! Das Sommermärchen, nicht nur für die Fußballer! Mit einer Lebensfreude und Offenheit, die man uns Deutschen so in der Form gar nicht zugetraut hat! Mit durchaus Auswirkungen auf das eigene Gefühl, wenn man selbst im Ausland ist! Man erntet sogar mal ein Lächeln beim Erwähnen der eigenen Herkunft und muss sich nicht mit Klischees und schlechten Witzen herum ärgern.
Fußball schauen - im großen oder kleinen Kreis
Die wichtigste Erkenntnis war jedoch: Fußball macht mehr Spaß, wenn man ihn nicht alleine guckt! Ob es sich auf die einfache Formel „Je mehr, desto besser!“ reduzieren lässt, weiß ich nicht. Ich überlasse es dem geneigten Leser, das für sich geltende Maximum an Beteiligten festzulegen.
Unbestritten ist jedoch, dass ein gemeinsam erlebtes Spiel einfach mehr Freude bringt. Dazu noch die Verbundenheit durch die Uniformität der Fan-Outfits, liebevoll gestaltete Orte zum Schauen oder der Besuch des Public Viewing - das gemeinsame Erleben sollte hier im Vordergrund stehen. Vielleicht noch ein kleines Ritual, um der Mannschaft noch ein bisschen Glück zu wünschen? Der gemeinsame Tanz um das Maskottchen? Der kollektive Kuss auf Onkel Franz‘ Glatze?
Oder – wie in meinem Fall IMMER Vanilleeis mit frischen Erdbeeren und Sahne pünktlich zum Spielbeginn.
Solche Erlebnisse schaffen Erinnerungen, solche Erlebnisse verbinden.
Und noch schöner wird es dann nur noch, wenn die Jungs auch halbwegs vernünftig spielen…

Frank Stöckmann
ist Sozialpädagoge und Systemischer Mediator in der Jugendhilfe. Er kann auf einen tiefgreifenden Erfahrungsschatz aus seiner Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien zurückgreifen. Als zweifacher Patenonkel mit viel Sinn für Humor ergänzt er das tiadora-Team mit Lieblingsonkelflair und Fachwissen.
























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